6. Rinder-Workshop Uelzen 2012
- Neue Herausforderungen für die Rinderzucht
Das „Who is Who“ der Rinderzucht traf sich in der vergangenen Woche wieder in Uelzen, um über die aktuellen Belange der Rinderzucht zu diskutieren.
Unter Federführung von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ernst Kalm der Christian-Albrechts-Universität, der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde e.V. (DGfZ) und der Uelzener Allgemeinen Versicherung hat der 6. Rinder-Workshop „Herausforderungen für die Rinderzucht“ vom 14. bis 15. Februar 2012 stattgefunden.
In verschiedenen Sessions behandelten die 120 anwesenden Teilnehmer die Themen Ökonomie und Wertschöpfung, aktuelle Züchtungsfragen, Phänotypen für Gesundheit sowie die DNA-basierten Züchtung. Im Folgenden möchten wir einen kleinen Einblick geben:
Im ersten Themenblock konnte der Bogen von den Trends in der Milchproduktion national und international bis hin zu der einzelbetrieblichen Spezialberatung gespannt werden.
Die Milch und ihre Inhaltsstoffe waren ebenfalls Bestandteil eines Vortrags im zweiten Themenblock. Erste Ergebnisse zum Fett:Eiweiß-Verhältnis der Milch zeigen, dass es sich hier um einen optimalen Parameter zur Beschreibung der energetischen Situation während der kritischen Frühlaktation handelt.
Welche Tendenzen in der Zucht sich andeuten, im Hinblick auf die Hornlosigkeit oder aber die Einbeziehung von Verhaltensparametern wie z.B. das Temperament rundeten den ersten Vormittag ab. Können Informationen von Tierärzten und Tierhaltern in Bezug auf die Erfassung von Gesundheitsdaten in einer Datenbank zusammengefasst werden? Mit dieser Frage beschäftigen sich drei vorgestellte Forschungsprojekte. Ähnliche Ansätze verfolgen zwei weitere Forschungsvorhaben, die eine mögliche elektronische Erfassung von Klauen- und Gliedmaßenerkrankungen untersuchen oder sich dem Vergleich von Testherden versus einer flächendeckenden Erfassung von phänotypischen Merkmalen widmen.
Ein gesamter Themenblock wurde den aktuellen Entwicklungen der genomischen Zuchtwertschätzung gewidmet. Neben Beiträgen über den Anstieg der Sicherheiten der genomischen Zuchtwerte sowie der Verwendung neuartiger SNP-Chips wurde intensiv über die Fortschritte im Bereich der Genomsequenzierung und die Nutzung der daraus resultierenden Ergebnisse für die Zuchtwertschätzung debattiert.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete der viel diskutierte Themenblock der Nachhaltigkeit mit den Schwerpunkten Treibhausgasemissionen, neue Züchtungs- und Fütterungs-strategien. Es zeigte sich, dass Wissenschaft und Praxis gemeinsam an diesem Themenkomplex nach umsetzbaren Lösungen suchen.
Haben Sie Interesse an den kompletten Tagungsbeiträgen? Sie können diese bei der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde e.V. (DGfZ) per Mail unter info@dgfz-bonn.de oder auf der Homepage http://www.dgfz-bonn.de/list_schriftenreihe.html für 10 € incl. MwSt. anfordern.
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